Bankberatung: Schadensersatz auch nach vielen Jahren möglich

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Bei Beratungsfehlern der Bank entsteht ein Anspruch auf Schadensersatz.

Wer einen Beratungsfehler seiner Bank erst spät bemerkt, kann laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs dennoch eine Erfolg versprechende Schadensersatzklage erheben (Az. V ZR 25/07).

Die Verjährungsfrist beginnt nämlich erst dann, wenn der Anleger den Fehler entdeckt. Das gilt sogar für Fälle aus den Neunzigerjahren. In einem aktuellen Fall hatte ein Anleger seit 1992 keine Ausschüttungen aus einem Immobilienfonds mehr erhalten. Der Bankberater hatte ihm verschwiegen, dass er seine Einlage komplett verlieren kann.

Diesen Beratungsfehler bemerkte der Anleger erst 2007, als ihm mitgeteilt wurde, dass die Fondsimmobilie verkauft wurde, der Erlös aber nicht ausreichte, um die Schulden der Fondsgesellschaft zu tilgen. Da er nachweisen konnte, dass vom Risiko des Totalverlusts nie die Rede war, klagte der Anleger gegen seine Bank. Vor Gericht schlossen Bank und Anleger einen Vergleich.

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