Bank muss zahlen: Schadenersatz nach riskanten Optionsgeschäften

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Im betreffenden Fall hatte ein Ehepaar aus gesundheitlichen Gründen sein Unternehmen verkauft. Der Verkaufserlös sollte lukrativ und vor allem sicher angelegt werden, da das Ehepaar damit den künftigen Lebensunterhalt bestreiten wollte.

Trotz dieser Vorgabe empfahl ihr Bankberater hochspekulative Optionsgeschäfte zur Beimischung des Depots. Diese bergen zwar enorme Gewinnchancen, zugleich aber mindestens genauso große Verlustrisiken. Am 11. September 2001, als Terroranschläge die USA erschütterten, büßte das Ehepaar einen ansehnlichen Teil seines Vermögens ein. Darauf verklagte es die Bank auf Schadenersatz und bekam vor dem Berliner Landgericht Recht.

Dem Bankexperten hätte klar sein müssen, dass seine beiden Kunden eine vergleichsweise risikoarme Anlageform bevorzugten, um recht sichere und stabile Erträge zu erwirtschaften, befanden die Berliner Richter. Spekulative Optionsgeschäfte gehörten somit nicht zu den Investmentformen, die in so einem Umfeld empfehlenswert sind. Die Bank wurde dazu verurteilt, den finanziellen Schaden der Eheleute zu übernehmen. (AZ: 35 O 371/02)

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