Rettungskarte für eine rasche Hilfe nach einem Verkehrsunfall

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(verpd) Die Karosserien und Sicherheitstechniken der heutigen Pkw-Modelle sind um einiges besser als noch vor ein paar Jahren. Allerdings ist es bei den neueren Pkws durch die stabileren Chassis und die diversen eingebauten Sicherheitszusätze wie Airbags für die Rettungskräfte oftmals schwerer, nach einem Unfall die Pkw-Insassen zu bergen, als bei älteren Fahrzeugen.

Eine im Auto deponierte Rettungskarte kann eine wichtige Grundlage für eine schnelle und möglichst risikolose Rettung sein.

Moderne Autotechnik wie Sicherheitszonen und Airbags können nicht nur Leben retten und schwere Verletzungen verhindern. Allerdings stellen diese für Unfallretter oftmals auch ein Problem bei der Bergung der Pkw-Insassen dar. Denn je nach Autotyp und Art der Beschädigung ist es für die Helfer nicht immer eindeutig, wo sie am sinnvollsten und gefahrlos ihre Werkzeuge ansetzen können, um das Unfallopfer so schnell und schonend wie möglich zu bergen.

Bei Pkws mit Hybridtechnologie sind sogar die Helfer selbst gefährdet, denn durchtrennen sie irrtümlich eine der Stromleitungen – solche Leitungen stehen mit 650 Volt unter Hochspannung –, droht ihnen ein lebensgefährlicher Stromschlag.

Kostenloser Lebensretter

Auf den sogenannten Rettungskarten sind derartige Gefahrenquellen, aber auch jene Stellen, an denen Rettungsscheren am effektivsten angesetzt werden können, gekennzeichnet. Durch die einheitliche Symbolik sind die Karten auch von Rettungskräften im Ausland leicht zu verstehen. Wie wichtig es ist, eine Rettungskarte mitzuführen, zeigen Erfahrungswerte. Danach kann die Zeit einer Bergung eingeklemmter Fahrzeuginsassen mithilfe der Karte um bis zu 30 Prozent verkürzt werden.

Die Karten gibt es inzwischen für zahlreiche Fahrzeugmodelle bei Automobilclubs wie dem ADAC und dem ACE Auto-Club Europa e.V. und bei den diversen Technischen Überwachungsvereinen, wie der Dekra e.V., der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH oder der TÜV Nord AG. Sie lassen sich unter Angaben des Herstellers und des genauen Fahrzeugtyps – entsprechende Daten stehen im Fahrzeugschein – suchen. Zudem stellen auch die jeweiligen Fahrzeughersteller entsprechende Rettungskarten zur Verfügung.

In der Regel werden die Karten zum Herunterladen angeboten und sollten am besten mit einem Farbdrucker ausgedruckt werden, andernfalls kann die Rettungskarte nur bedingt verstanden werden. Deponiert werden sollte die Rettungskarte unter der Sonnenblende der Fahrerseite, damit die Retter danach nicht lange suchen müssen. Denn Tests haben gezeigt, dass sie hier selbst nach einem schweren Unfall leicht auffindbar ist. Entsprechende Aufkleber für die Windschutzscheibe, mit dem Hinweis, dass eine Rettungskarte im Fahrzeug ist, gibt es ebenfalls bei vielen Automobilclubs.

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