Kostenlose Sicherheitskontrolle von Pkw-Reifen

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(verpd) Zum zehnten Mal bietet der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) im Rahmen einer Initiative allen Autofahrern vom 15. bis 27. September die Möglichkeit, ihre Pkw-Reifen von Experten kostenlos auf Sicherheitsmängel untersuchen lassen. Diesen Service gibt es an diversen Standorten im gesamten Bundesgebiet.

Mit der Initiative „Reifenqualität – Ich fahr auf Nummer sicher!“ bietet der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) nicht nur online nützliche Informationen rund um die Sicherheit und die Qualitätsmerkmale von Autoreifen.

Im Rahmen dieser Initiative können Autofahrer zudem bei der Aktion „Wash & Check“ von 15. bis 27. September ihre Pkw-Reifen kostenlos an deutschlandweit über 200 Waschstraßen überprüfen lassen, ob mit den Pneus alles in Ordnung ist. Unter http://www.reifenqualitaet.de/autofahrer/washandcheck.html erfahren Interessierte online, an welchen Waschstraßen in ihrer Nähe der Service angeboten wird.

Regelmäßige Kontrolle ist wichtig

Nach Angaben des DVR sollten Autoreifen prinzipiell regelmäßig vom Autofahrer selbst oder auch von einem Experten geprüft werden. Denn zum einen ist eine Reifenpanne ärgerlich und zum anderen können schadhafte Pneus auch einen Unfall verursachen.

Zur regelmäßigen Kontrolle gehört insbesondere die Sichtprüfung, ob sich beispielsweise Risse oder Beulen am Reifen zeigen oder ein Nagel eingefahren wurde. Auch die Profiltiefe gilt es immer wieder zu kontrollieren. In Deutschland und in Europa ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern gesetzlich vorgeschrieben. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld ab 60 € und einen Punkt im Flensburger Fahreignungsregister.

Kfz-Experten empfehlen aus Sicherheitsgründen für Sommerreifen eine minimale Restprofiltiefe von drei Millimetern und bei Winterreifen von vier Millimetern. Bereits bei weniger als drei bis vier Millimeter Profiltiefe verlängert sich nämlich der Bremsweg. Zudem besteht bei abgefahrenen Reifen ein erhöhtes Aquaplaningrisiko.

Falscher Luftdruck – hohe Unfallgefahr

Wichtig ist zudem, dass der Reifenluftdruck stimmt und beispielsweise der Beladung des Fahrzeugs angepasst ist. Ein zu niedriger Luftdruck schränkt nämlich die Fahrstabilität ein, verlängert den Bremsweg, erhöht den Reifenverschleiß und kann im schlimmsten Fall zum Platzen des Reifens führen.

Der optimale Luftdruck ist dabei der vom Hersteller empfohlene Luftdruck bei voller Belastung. Dieser steht im Tankdeckel, am Türholm oder in der Betriebsanleitung. Prinzipiell sollte der Druck bei höchstens handwarmen Reifen gemessen werden, denn je höher die Reifentemperatur, beispielsweise nach einer schnellen Autobahnfahrt, desto höher steigt der Innendruck.

Wer bei einem heißen Reifen jedoch Luft ablässt, riskiert, dass nach dem Abkühlen des Reifens der Druck gefährlich niedrig ist. Nach Aussagen des DVR senkt ein optimaler Luftdruck den Kraftstoffverbrauch um bis zu drei Prozent. Verliert der Reifen ständig Luft oder ist der Luftdruck seit der letzten Messung stark abgesunken, kann dies ein Hinweis auf einen Reifendefekt sein. Zur Behebung des Problems sollte ein Reifenhändler oder eine Kfz-Werkstatt aufgesucht werden.

Auch Reifen können „veralten“

Die Verkehrssicherheits-Experten empfehlen außerdem, Reifen, die älter als sechs Jahre sind, besonders aufmerksam zu kontrollieren, da das Material des Reifens mit zunehmendem Alter porös wird und das Risiko von Reifenschäden wie Schnitten und Rissen steigt. Der DVR rät Reifen, die zehn Jahre oder älter sind, in jedem Fall auszutauschen.

Das Herstellungsdatum des Reifens erkennt man an den letzten vier Ziffern der sogenannten DOT-Nummer – DOT steht für „Department of Transportation“ – auf der Reifenflanke. Die Woche, an dem der Reifen produziert wurde, kann dabei aus den beiden ersten Zahlen, das Produktionsjahr an den beiden letzten Zahlen herausgelesen werden. Beispiel: Ein Reifen mit der Aufschrift DOT ABCD A1B2 1210 wurde in der 12. Kalenderwoche 2010 hergestellt.

Für bestimmte Gespanne, wie Pkws mit Anhänger beziehungsweise Wohnwagen, gibt es sogar eine gesetzliche Regelung, wie alt die Reifen maximal sein dürfen: Nach Paragraf 18 Absatz 5 Nummer 1b StVO (Straßenverkehrsordnung) dürfen Gespanne nur bis zu 80 km/h auf Autobahnen fahren. Gemäß Paragraf 3 der Neunten Ausnahmeverordnung zur StVO ist unter bestimmten Voraussetzungen eine 100-km/h-Zulassung möglich. Dann jedoch dürfen die Reifen des Anhängers oder Wohnwagens maximal sechs Jahre alt sein, bevor sie erneuert werden müssen.

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