Hilfe bei der Auswahl des passenden Fahrerassistenzsystems

 - 

(verpd) Beim Autokauf gilt es vieles zu beachten: vom passenden Modell und den Zustand des gewünschten Wagens über seine Fahreigenschaften und den Verbrauch bis hin zur Ausstattung. Ein Augenmerk sollte dabei auch auf die sicherheitsrelevanten Merkmale in Form von sogenannten Fahrerassistenzsystemen gelegt werden. Ein Webportal des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) unterstützt den Einzelnen bei der Wahl nach den für ihn passenden Assistenzsystemen und zeigt zudem, in welchen Autos diese angeboten werden.

Nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) lassen sich mit Fahrerassistenzsystemen (FAS) rund 50 Prozent der schweren Unfälle verhindern oder abmildern. 90 Prozent der Unfälle werden nämlich durch Fehleinschätzungen der Fahrer verursacht. Die Assistenzsysteme können in solch kritischen Situationen warnen oder korrigierend eingreifen.

So waren letztes Jahr 14 Prozent der mehr als 300.000 registrierten Unfälle mit verletzten oder getöteten Menschen auf mangelnden Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zurückzuführen. Laut DVR könnten jedoch rund 28 Prozent dieser Unfälle durch einen Notbremsassistenten vermieden oder abgemildert werden. Das Gleiche gilt für rund 25 Prozent der Unfälle bei einem Spurwechsel mit einem Spurwechselassistenten und bei 17 Prozent aller Unfälle, bei denen das Fahrzeug von der Straße abgekommen ist, durch die Verwendung eines Spurhalteassistenten.

Nicht alle kennen Fahrerassistenzsysteme

Einer Umfrage zufolge, die der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) unter 1.000 Erwachsenen, die in den letzten drei Jahren einen Neuwagen oder einen Pkw mit Tageszulassung gekauft haben, hatten 60 Prozent der gekauften Autos keine FAS, die nicht vorgeschrieben waren.

Als Hauptgründe dafür nannten die meisten Befragten zum einen die mangelnde Verfügbarkeit der FAS bei dem jeweils gekauften Modell. Zum anderen waren vielen Befragten die jeweiligen Systeme, die angeboten werden, beim Kauf gar nicht bekannt.

So wusste rund jeder Dritte nicht, dass es zum Beispiel einen Notbremsassistenten, einen Spurwechselassistenten, einen Verkehrszeichen-Assistenten und einen Müdigkeitswarner gibt. Jedem Vierten war weder ein Abstandsregler noch ein Spurhalteassistent ein Begriff.

Wissenslücken schließen

Diese Wissenslücken kann jedoch jeder mit dem Webportal www.bester-beifahrer.de oder auch mit einer kostenlos herunterladbaren App (app.bester-beifahrer.de) des DVR schließen. Hier werden die von den Autoherstellern angebotenen FAS detailliert erklärt, von den bereits genannten Fahrerassistenzsystemen bis hin zum Parkassistenten, Lichtassistenten und Nachtsichtassistenten.

Zudem enthält das Webportal eine Onlinedatenbank, mit der Interessierte kostenlos feststellen können, welche Fahrerassistenzsysteme in welchen Fahrzeugmodellen angeboten werden. Dabei stehen die Daten von fast 600 Automodellen zur Verfügung.

Neu ist ein Profiltest, bei dem jeder selbst ermitteln kann, welche Fahrerassistenzsysteme für seinen individuellen Fahrstil passen. Berücksichtigt wird dabei auch, wie viele Kilometer man wöchentlich unterwegs ist und zu welcher Tageszeit sowie auf welchen Straßen man am häufigsten fährt. Passend zu den ermittelten Fahrerassistenzsystemen werden auf Wunsch auch die Automodelle angezeigt, die über diese Systeme verfügen.

Weitere News zum Thema

  • Streit um das Parken auf schmalen Straßen

    [] (verpd) Die in der Straßenverkehrsordnung enthaltene Vorschrift, dass das Parken gegenüber Grundstückseinfahrten und Ausfahrten auf schmalen Fahrbahnen verboten ist, ist teilweise unwirksam. Das geht aus einem aktuellen Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg hervor (Az. 5 S 1044/15). mehr

  • Sicher unterwegs mit dem Vierbeiner im Auto

    [] (verpd) Ein mittelgroßer Hund mit 20 Kilogramm Gewicht entwickelt ungesichert bei einem Aufprall mit 50 Stundenkilometern eine Wucht von bis zum 30-Fachen seines Körpergewichts, also 600 Kilogramm. Das ist lebensgefährlich für die Insassen und den Hund. Deshalb schreibt der Gesetzgeber vor, dass Tiere im Auto entsprechend gesichert werden müssen. Anderenfalls drohen ein Bußgeld und sogar Punkte im Flensburger Fahreignungsregister. mehr

  • Ärger vermeiden beim Gebrauchtwagenkauf

    [] (verpd) Wer sich einen Gebrauchtwagen kauft, sollte sich nicht allzu sehr von Emotionen leiten lassen. Denn auch, wenn ein infrage kommender Wagen optisch gut aussieht sowie die gewünschte Ausstattung und Motorisierung hat, garantiert das noch lange keinen dauerhaften Fahrspaß. Denn viele Mängel und Schaden erkennt man nicht auf den ersten Blick. Eine Checkliste hilft beim Überprüfen des Fahrzeugs, um teure Überraschungen zu vermeiden. mehr

  • Wenn der Hund mit in den Urlaub fährt

    [] (verpd) Vieles, was für eine problemlose Reise notwendig ist, wenn man einen Hund dabeihat, wie zum Beispiel bestimmte vorgeschriebene Papiere, notwendige Impfungen und auch ein tiergerechtes Reisedomizil, lässt sich häufig nicht in letzter Minute regeln. Daher sollte man sich je nach Reiseland mindestens zwei oder mehr Monate vor der Reise um die entsprechenden Formalitäten und Impfungen kümmern. mehr

  • Tipps für den Wechsel von Winterreifen

    [] (verpd) Eine vielen bekannte Faustformel für den Einsatz von Winterreifen lautet von Oktober bis Ostern. Wichtiger ist es jedoch, auf die Außentemperatur zu achten, um sinnvollerweise von Winter- auf Sommerreifen umzusteigen. In diesem Jahr war es nach Ostern noch sehr kalt, daher haben alle Autofahrer, die noch nicht auf Sommerreifen umgestiegen sind, das Richtige getan. Experten erklären, ab wann die Sommerreifen aufgezogen werden sollten. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.