Notrufsäulen: Alle fünf Minuten ein Notruf

 - 

(verpd) Nach etwa allen 2000 Metern findet man in Deutschland auf Autobahnen und Schnellstraßen eine Notrufsäule am rechten Straßenrand. Mit einer speziellen Telefonnummer kann eine entsprechende Hilfe auch per Handy angefordert werden.

In Deutschland sind nach Angaben des GDV Dienstleistungs-GmbH & Co. KG (GDV DL) rund 16.800 fest installierte Notrufsäulen am rechten Straßenrand auf Autobahnen und Schnellstraßen zu finden. Weiße Begrenzungspfähle mit schwarzen Pfeilen entlang der Autobahnen zeigen den Weg zur nächstgelegenen Säule.

Jede Notrufsäule verfügt entweder über eine Klappe, die für den Anruf angehoben werden muss, oder eine rote und gelbe Taste. Mit der roten Taste können Unfallnotrufe abgesetzt und mit der gelben eine Pannenhilfe angefordert werden. Wer ein Handy hat, kann sich den Gang zur Notrufsäule sparen und die kostenfreie Notrufnummer 0800 6683663 (Tastenkombination: 0800 NOTFON D) anwählen.

Von der Unfall- bis hin zur Gefahrenmeldung

Alle Notrufe, egal ob von der Notrufsäule oder dem Handy, werden von den Mitarbeitern der GDV DL, der Notrufzentrale der Autoversicherer, angenommen und bearbeitet. Je nach Notruf wird sofort die notwendige Hilfe wie Polizei, Notarzt und/oder Abschleppdienst organisiert. Auch das Melden von akuten Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer, wie beispielweise ein Geisterfahrer oder auf der Fahrbahn liegende Gegenstände, ist über die stationäre oder mobile Notrufsäule möglich.

Bei einem Anruf von der Notrufsäule sieht die Notrufzentrale, anders als bei einem Handyanruf, sofort den exakten Standort des Anrufenden und kann umgehend den Kontakt zur nächstgelegenen Polizeidienst- oder Rettungsleitstelle herstellen. Verkehrssicherheits-Experten empfehlen bei einem Unfall oder einer Panne, immer eine Warnweste anzulegen, wenn man das Auto verlässt.

Wer einen Notruf an der Notrufsäule absetzen möchte, weil er kein Handy dabeihat, sollte prinzipiell hinter der Leitplanke bis zur Notrufsäule gehen. Grundsätzlich sollten alle Personen eines Fahrzeuges unbedingt ebenfalls eine Warnweste anziehen und hinter der Leitplanke auf die angeforderte Hilfe warten.

104.000 Meldungen per Notrufsäule

„Trotz aller mobilen Kommunikationsmittel stehen die Säulen in Orange weiterhin für schnelle, präzise und vertrauenswürdige Hilfe im Notfall“, betont Birgit Luge-Ehrhardt, Sprecherin der GDV DL, die in Hamburg alle eingehenden Notrufe betreut. „Mit 78 Prozent ist die Auslastung auf hohem Niveau stabil.“

Alleine letztes Jahr wurden über die stationären Notrufsäulen und per mobile Notrufnummer knapp 64.600 Pannen-, Unfall- und Notrufe sowie über 39.400 Gefahrenhinweise von Autofahrern gemeldet. Im Durchschnitt geht somit rund um die Uhr alle fünf Minuten ein Notruf bei der GDV DL ein.

Übrigens: Bei reinen Pannen lässt sich auch mit der vom GDV DL zur Verfügung gestellten App PAKOO – eine Pannenkoordinations- und Ortungsapplikation für Smartphones – schnelle Hilfe anfordern.

Weitere News zum Thema

  • Wo deutsche Urlauber die meisten Verkehrsunfälle haben

    [] (verpd) Letztes Jahr haben deutsche Autofahrer mit 32.000 Unfällen deutlich mehr aus dem Ausland gemeldet als im Vorjahr. Aus Italien und Frankreich wurden die meisten Unfälle gemeldet. Wer ins Ausland fährt, sollte laut Verkehrsexperten unbedingt bestimmte Formulare wie die Grüne Karte und einen europäischen Unfallbericht mit sich führen. mehr

  • Die App für Fahrten ins Ausland

    [] (verpd) Verkehrsregeln sind in Europa nicht einheitlich, weder bei den erlaubten Höchstgeschwindigkeiten noch bei den Sicherheitsvorschriften, und selbst die Verkehrsschilder unterscheiden sich von Land zu Land. Dennoch müssen Autofahrer mit allen Verkehrsregeln vertraut sein, wenn sie mit dem Auto unterwegs ist – also auch bei Auslandsreisen. mehr

  • Vorsicht, wenn man ein Auto verleiht oder ausleiht

    [] (verpd) Wer einem anderen regelmäßig unentgeltlich sein Auto überlässt, bringt damit nicht zum Ausdruck, dass er auf den Ersatz von Schäden an dem Fahrzeug verzichtet, welche der Entleiher verursacht hat. Das geht aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichts Celle hervor (Az. 15 U 148/15). mehr

  • Unbewusst zu schnell gefahren

    [] (verpd) Wird ein einseitig aufgestelltes Verkehrszeichen – möglicherweise in Folge einer zeitweiligen Verdeckung durch einen Lastkraftwagen – übersehen, so kann es sich um ein sogenanntes Augenblicksversagen handeln. Selbst im Fall einer erheblichen Geschwindigkeits-Überschreitung kann unter Umständen keine Verhängung eines Fahrverbots gerechtfertigt sein. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Potsdam hervor (Az. 88 OWi 4131 Js 34510/16 (590/16)). mehr

  • Streit um das Parken auf schmalen Straßen

    [] (verpd) Die in der Straßenverkehrsordnung enthaltene Vorschrift, dass das Parken gegenüber Grundstückseinfahrten und Ausfahrten auf schmalen Fahrbahnen verboten ist, ist teilweise unwirksam. Das geht aus einem aktuellen Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg hervor (Az. 5 S 1044/15). mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.