Wenn der Atem fehlt

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Eine aktuelle Umfrage des Markt-, Meinungs- und Sozialforschungs-Instituts Forsa zeigt, dass 86 Prozent der Deutschen mit dem Begriff COPD nichts anfangen können. COPD steht für Chronic Obstructive Pulmonary Disease – zu Deutsch obstruktive Lungenerkrankung, besser als Raucherlunge bekannt –, ist jedoch laut Weltgesundheits-Organisation (WHO) die weltweit vierthäufigste Todesursache.

Nach Schätzung der WHO sind rund 600 Millionen Menschen weltweit an COPD erkrankt. Experten des Kompetenznetzes Asthma/COPD gehen von ungefähr vier Millionen Betroffenen allein in Deutschland aus.

„COPD geht in praktisch allen Fällen auf eine massive, lang dauernde Belastung der Atemwege mit Schadstoffen zurück. Das ist heute in Europa überwiegend das Rauchen“, erklärt Professor Claus Vogelmeier, Leiter des Kompetenznetzes Asthma/COPD. Aufgrund der Tatsache, dass weltweit immer mehr Menschen rauchen, nimmt die WHO an, dass die Erkrankung bis zum Jahr 2030 die dritthäufigste Todesursache sein wird. Doch nicht nur Raucher sind von der Krankheit betroffen. Auch wer oft in staubiger Umgebung arbeitet, häufig einer Luftverschmutzung ausgesetzt ist oder als Kind oft an Atemwegsinfektionen litt, ist besonders gefährdet.

Symptome ...

COPD-Erkrankte leiden an einer eingeschränkten Bronchenfunktion, teils durch zerstörte Lungenbläschen, was das Atmen erschwert und zu häufigem Hustenreiz führt.

Die drei typischen Beschwerden bei COPD sind Atemnot unter Belastung und im fortgeschrittenen Stadium auch im Ruhezustand sowie Husten und Auswurf. Viele Betroffene erkennen jedoch wichtige Symptome nicht rechtzeitig oder nehmen sie nicht ernst.

... und Behandlungsmethoden

Da allerdings die Krankheit nach Expertenmeinung nicht vollständig heilbar ist, ist eine frühzeitige Behandlung durch Medikamentengabe und andere Maßnahmen besonders wichtig, um so lange wie möglich einen guten Gesundheitszustand zu erhalten. Der Betroffene selbst kann durch ausreichend Bewegung, eine regelmäßige Gewichtskontrolle und den Verzicht auf das Rauchen ebenfalls aktiv etwas dafür tun.

Für chronisch Lungenerkrankte sind nach Expertenmeinung zudem diverse Schutzimpfungen sinnvoll. COPD-Patienten empfiehlt die nationale ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut, sich gegen Influenza und Pneumokokken impfen zu lassen, um das Risiko für akute Verschlechterungen zu senken.

Kostenlose Informationen

Die Bundesärztekammer bietet mit der kostenlos herunterladbaren Patienteninformation „Was passiert bei COPD?“ Hinweise in verständlicher Form zur Entstehung, den Risikofaktoren, den Symptomen und der Behandlung von COPD an. Zudem werden weiterführende Links und Kontaktadressen zu Selbsthilfegruppen genannt.

Des Weiteren gibt es für COPD-Betroffene von der Bundesärztekammer jeweils zweiseitige Infobroschüren mit den Titeln „Richtig Inhalieren bei Asthma und COPD“ sowie „Verschlechterung bei COPD – Was kann ich tun?“. Zahlreiche weitere umfassende Ratgeber für COPD-Patienten gibt es zum kostenfreien Herunterladen bei der Selbsthilfeorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

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